1. Rang
Die Überlegung, das Areal Schappe Süd als Kultur- und Jugendzentrum zu nutzen, ist in inhaltlicher, städtebaulicher und architektonischer Hinsicht brisant. Zum einen setzt die Gemeinde Kriens an prominenter Lage ein wichtiges, kulturelles Zeichen das durch seinen zentrumsbildenden Inhalt den Ort stärkt. Zum anderen werden die historisch wertvollen Bauten einer zeitgemässen Aufgabe zugeführt, welche diese und damit ein wichtiges Stück Krienser Entwicklungs- geschichte ins Bewusstsein kommender Generationen rückt.
Unser Entwurf zielt darauf ab, eine ausgewogene Synthese zwischen Vorgefundenem und Neuem zu erreichen. Der Aufbruch in die Zukunft wird auf Basis des Vergangenen entwickelt. Die durch verschiedene Bautypen gebildete, fast klosterähnlich geschlossene Anlage bietet ideale Voraussetzungen unter Einsatz klärender Anpassungen das heterogene Raumprogramm aufnehmen zu können. Da jedem Nutzungsbereich ein eigener sinnfälliger, spezifischer Ort zugewiesen wird, können die Potenziale der unterschiedlichen Bauten optimal ausgespielt werden. Während etwa im ausgedehnten, hallenartigen Werkstattgebäude die Säle und Veranstaltungsräume implementiert werden, finden die Lokale für die Jugendkultur in den ehemaligen Kantinengebäuden ihren adäquaten Raum; das stattliche Kesselhaus eignet sich ideal für Werkstatt und Atelierräume. Die Musikschule schliesslich findet in einem Ersatzbau anstelle der kleinteiligen Remisenbauten ihren sinnfälligen Ort.